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sonst so

Pin und Crazy Amsel

Da wäre noch die Sache mit Pin und Crazy Amsel. Pin war eine Pappel, die im Hinterhof wuchs, schlank und zart bis zu meinem Schlafzimmerfenster im dritten Stock. Wenn wir nicht schlafen konnten oder wollten, beobachteten wir gemeinsam die Schatten, die Zweige und Blätter an die Zimmerdecke warfen. Und wie der Wind sie bewegte, die Schatten. Bei starkem Wind wurden wir vom Peitschen der Zweige ans Fenster geweckt. Lauschten kurz und schliefen wieder ein. "Pin" hatte S. den Baum genannt.
Crazy Amsel war eine Amsel. Auch sie lebte im Hinterhof, Jahre, nachdem Pin das Zeitliche gesegnet hatte. Eines Tages stand nur noch eine abgesägte Wurzel im Hinterhof.

Crazy Amsel pickte unter Sträuchern und Büschen nach Regenwürmern und flog von Dachziegel zu Dachziegel und Fensterbank zu Fensterbank und piepste und piepste. Crazy Amsel hatte ich den Vogel getauft. Er piepste ein schrilles und stundenlanges Staccato. Anfangs hielt ich Crazy Amsel für einen Wecker. Nicht, dass ich Crazy Amsel sonderlich mochte. Anders als S., der sich immer freute, sie zu hören. Stundenslang hielt Crazy Amsel mich nachts wach, während S. fest schlief. Seit Wochen ist Crazy Amsel verschwunden.
21.8.10 17:34


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zugespamt (reimt nicht auf establishment)

Entschied, dies hier wie einen verwilderten Garten zu behalten. Ich und andere besuchen ihn vielleicht ab und an. Spams lasse ich wie Unkraut, das es ja bekanntlich gar nicht gibt, stehen. Ebenso die nicht mehr aktuellen Blog-Links.

Hin und wieder lasse ich einige erlebte und gedachte Fragmente hier.

Vorige Woche: Altes Paar im U-Bahnhof ohne Fahrstuhl. Frau trägt Rollator des Mannes die Treppen herunter. Löst Fahrschein am Automaten. (Ich löse am Automaten gegenüber eine Monatskarte, deshalb höre ich erst nur, sehe nicht). Mann ruft: "Pass auf!" Frau schreit. Mann schreit. Fantasie: Jemand ist vom Bahnsteig auf die Gleise gefallen. Ich gehe hin. Auf den Gleisen liegt der Rollator, kein Mensch. Dramatisch genug. Gehstock und eine große Papprolle hängen am liegenden Rollator. Nächster Zug in 5 Minuten. Verzweiflets Ohjeohje. Junger, kein Deutsch verstehender, athletischer Mensch springt herunter und reicht den Rollator hoch. S. nimmt ihn entgegen. Dankbarkeit der Frau ist groß, aber kleiner als ihre Verzweiflung über ihre Unachtsamkeit. Hört nicht auf zu weinen.

Gestern. Ich immer noch sehr mitgenommen von erneuter Krankheitsverschlimmerung. Arbeite dennoch, brauche das Geld ebenso sehr wie ein Resultat, etwas zum Abschluss bringen bis Ende des Monats. Versüßung gönne ich mir: Schneie kurz vorbei bei U.s Geburtstagsreinfeiergedöns. Das ist nett, vor allem für mich, die ich mich neben dem Wiedersehen mit U. über den Regen freue. Gutes Gefühl, U. zu sehen und die sie feiern. Unterhalte mich über Haareschneiden und Online-Umfragen. Bin nach zwei Stunden nich weniger schwach als zuvor, habe aber lecker Linsengericht intus, und gehe sehr müde und trotz Alkoholverzicht schwankend nachhause. Mache noch Quatsch mit S, dem Tollen, per Telefon, und ab ins Bett.
14.8.10 18:27


Zeit für eine Blog-Reaktivierung? Neues Blog? Ein Blick zurück, ein Blick nach vorn?

Irgendlink hat mich angeschrieben. Eine Geschichte meines von mir beinah vergessenen Blogs hält er für würdig, in die Blogbibliothek einzugehen. Aus diesem Anlass, lieber Irgendlink, hole ich hier noch einen andere Geschichtenanfang aus meinem Blog-Archiv und bedanke mich artig bei Myblog, dass "frau freihändig" trotz langer Inaktivität noch immer existiert. Und ganz herzlichen Dank an Irgendlink, dass er mich an dieses Teil von mir, frau freihändig, erinnert hat.

Die Geschichte sollte davon handeln, was mich dazu bewog, mich unter die Bloggenden zu mischen. Schon eine Weile hatte ich das Online-Tagebuch des Blog-Pioniers Irgendlink verfolgt. Doch der Anlass, selbst zu bloggen, war dann ein ganz anderer. Ich war in einen Mann verschossen, den ich über ein medizinisches Internet-Forum kennen gelernt hatte, und der heftigst mit mir flirtete (an dieser Stelle wäre zu rekonstruieren, wer mit dem Flirten angefangen hat). Den Flirt wollte ich gern an anderer Stelle als in einem Medizin-Forum weiterführen. Ein Blog mit Pseudonym schien mir bestens geeignet. Kaum jedoch hatte ich meinen ersten Blog-Text zu Testzwecken verfasst -- nichts als die Frage "Na, ob das was wird?" --, da hatte ich auch schon den ersten Kommentar. Von der Blog-Legende El Commandante. Am zweiten Tag bloggte ich etwas ähnlich Belangloses, und gleich kommentierte neben Irgendlink und einer Freundin der nächste mir bislang nur als Kommentator bei Irgendlink bekannte Blogger-Star: 500beine . Schon war ich mittendrin im Bloggeschäft. Meinen Flirt führte ich per neu eröffnetem E-Mail-Konto weiter -- er fand nie den Weg in mein Blog. Das Blog aber war nun zum Bloggen da. Und Netzwerke spannen sich da plötzlich. Und veränderten sich. Ich veränderte mich auch und blieb doch ich.

Bald schon rang ich damit, inwieweit ich mich outen möchte in meinem Blog. Ob es ein geeignter Ort wäre, auch über meine Krankheit zu schreiben, auf diese nicht ganz seltene, aber vor Jahren noch kaum bekannte, sehr einschränkende und praktisch nicht zu behandelnde, lediglich zu "managende" Krankheit aufmerksam machen? Darüber aufklären? Wen würde das tatsächlich interessieren? Und wie darüber schreiben, ohne meine Mitleserinnen und Mitleser vor den Kopf zu stoßen? Wie darüber schreiben, ohne nur Schwere zu transportieren, zugleich aber mit Humor und Leichtigkeit nicht die Krankheit verharmlosen? Ich scheiterte.

Jetzt überlge ich, angestupst von Irgendlink, ob ich es wieder reaktiviere, das Blog. Oder ob ich ein neues anfange? Ich habe eigentlich gar keine Zeit mehr zum Bloggen.

Und mir gefällt auch der Geschichtenanfang heute nicht mehr. Hab ich mich damals doch glatt um einige Jahre älter gemacht! Und der Name "Babette" gefällt mir auch nicht. Doch versprochen ist versprochen. Bevor es losgeht, einen herzlichen Gruß in die Runde. Ich hab Euch alle nicht vergessen. Mir bleibt einfach durch meine Krankheit wenig Raum. Aber genug, um wenigstens ein kleines bisschen zu arbeiten und vor allem auch genug, um das Leben zu genießen, und das tu ich seit nunmehr über drei Jahren mit dem wunderbarsten Mann an meiner Seite. Ab und zu lese ich auch noch immer in denjenigen Blogs, die es noch gibt. Vielleicht wäre es ein Kompromiss, wenigstens wieder zu Kommentieren und mein Blog einfach als Archiv zu konservieren?

Doch jetzt der Anfang vom Scheitern:

neulich hat sich wieder irgend ein wichtiger kritiker darüber beschwert, junge autoren brächten immer so viel autobiographisches mit in ihr schreiben. das sei schlecht. nun, dazu kann ich stehen, auch wenn ich so jung nicht mehr bin und noch nichtmal romanautorin. liebe leserinnen und leser, ich sage es gleich vorweg, ich schreibe nicht für euch. ich schreibe nur, weil diese geschichte geschrieben weden will. und ich möchte nicht, dass die geschichte traurig wird. also schreibe ich sie auf. hier.

wie es kam, dass es nichts wurde.

den anfang hat sich die geschichte so vorgestellt:

babette war vor kurzem im krankenhaus. nichts schlimmes. ihr herz hatte immer wieder gerast, der reinste techno-sound, aber die ärzte hatten dafür nie einen grund finden können. und da babette schon seit ihrer kindheit einige medizinische merkwürdigkeiten aufzuweisen hatte, war das herzrasen ärztlicherseits unter die anderen abnormalitäten subsumiert worden. wegen dieser abnormalitäten wurde sie aber regelmäßig medizinisch durchgecheckt und dabei hatte ein arzt, kurz vor babettes 40. geburtstag, einen erklärung finden können für den techno-beat ihres herzens. drei tage nur hatte sie deshalb ins krankenhaus gemusst. da war sie mittels herzkatheter von ihrem leiden befreit worden. zumindest von dem einen.


Ach was, ich verlinke hier lieber meine beiden Lieblings-Texte von frau freihändig,
das ist dieser:Dichtermissbrauch (Dieser Link liefert zugleich die Recycle-Spur des Textleins in ein sehr geschätztes Text-Forum.)

und dieser:
Die Verwandlung

Salut und gehabt Euch wohl!
5.7.10 23:56


Blogunfähigkeitsbescheinigung

Frau Freihändig ist seit längerem bis auf weiteres blogunfähig erkrankt. Aber irgenwann wird sie wieder.

Derweil liebe Grüße an Dich, Dich und Dich, und Dich, nicht zuletzt.

und zur Unterhaltung (unverlinkt):

http://www.kindernetz.de/tom/filme/-/id=40422/1lnyqli/index.html
30.8.08 21:27


DANKE...

...erstmal an alle Gratulantinnen und Gratulanten. Hat mich glatt veranlasst,
mal wieder was ins Blog zu schreiben... kommt nach oben.

Alles Gute auch für alle andern, die manchmal Geburtstag haben,

wünscht

frau freihändig.

P.S.: @Gschropperl, falls Du keine Nachricht von mir per nehl erhältst, schau mal im Spamfilter nach...
20.6.07 16:58


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