freihaendig

freihaendig



  Startseite
    kürzere geschichten
    längere kurzgeschichten
    gegurgelt
    irgendwas dazwischen
    infotainment
    lieblings- kommentare
    sonst so
  Archiv
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Sofasophien
   irgendlink
   unentwegt
   's gschropperl
   kunterbunter
   kokolores
   ama
   500beine
   oblabo
   IngoS
   bobs birnensalat
   bärenpost





http://myblog.de/freihaendig

Gratis bloggen bei
myblog.de





irgendwas dazwischen

Gemeine Stubenfliege

Heute Morgen war sie nicht mehr da, die Fliege.

Zugegeben, sie hat mich genervt. Für eine ganz gewöhnliche Stubenfliege war sie eine Spur zu agil. Und zu laut. Warum konnte sie nicht nahezu geräuschlos schwirren wie andere Stubenfliegen? Nein, sie brummte wie eine Hummel. Und flog mir ständig ins Gesicht. Und auf meinen Teller. Und leckte mit ihrer Zunge, mit der sie vorher was-weiß -ich-was gelutscht hatte – den Bioabfall vielleicht – , mit dieser Zunge leckte sie an meiner Kaffeetasse. Das hörte auch nicht auf, nachdem ich ihr einen Teller mit Bröseln, Margarine, Marmaleden- und Käseresten zur Seite gestellt hatte. Nicht, dass ich sie damit angelockt hätte – nein, nein, sie hielt sich ja sowieso am liebsten in meiner Nähe auf. Nun beschäftigte sie sich wenigstens auch mit ihrem Teller. Besonders mochte sie die Quittenmarmelade, selbstgemacht, von meiner Tante. Aber leider immer nur für einige Minuten. Dann ging sie wieder an meine Sachen und schwirrte mir nervös um den Kopf, so dass ich mich kaum bei der Arbeit konzentrieren konnte. Was wollte ich sagen? Ach ja, dass sie sich meist in meiner Nähe aufhielt. Egal ob ich frisch gewaschen war oder nicht. Seit ich sie das erste mal bemerkte, ist es jedes Mal dasselbe. Also war es. Noch ehe mein Wecker klingelte, weckte mich ihr Brummen. Und dann schwirrte sie mir munter um die Ohren, bis ich aufstand. Ging ich frischgeduscht in die Küche, um das Frühstück zuzubereiten, kam sie hinterhergeflogen, setzte sich ans Fenster und beobachtete mich. Ich habe sie in der Küche nie etwas Essbares anrühren sehen. Das mit dem Bioabfall ist auch nur eine Befürchtung, für die es keinerlei Anhaltspunkte gibt. Gab. Nein, in der Küche hat sie nie etwas gegessen. Ich ja auch nicht. Nehme mir das Essen immer mit ins helle Wohnzimmer. Und da war die Fliege tagsüber auch meistens. Wenn sie zu müde war, um nervös von ihrem Teller zu meinem Glas und zurück zu ihrem Teller zu fliegen, dann laut um meinen Kopf zu schwirren und sich dann wieder auf mein Glas - MEIN Glas - zu setzen, also, wenn sie zu müde war, mich zu nerven, dann fand ich sie auf ihrem Platz an der Wand im Schein der Schreibtischlampe. Da saß sie abends oft, bis ich ins Bett ging. Manches Mal, wenn ich gar zu vertieft in meine Arbeit war, bemerkte ich ihre Anwesenheit gar nicht. Und manchmal, wenn es sehr spät wurde, bis ich nach getaner Arbeit den Laptop zuklappte und an ihren Platz an der Wand sah, war sie doch schon vorgeflogen. Dann saß sie auf der Fensterscheibe über meinem Bett und schlief. Sonntags auch mal länger als ich.

Was ich mich ja schon frage ist, wie sie dieses laute Brummen bloß macht. Sie sieht - sah- aus wie eine ganz normale Stubenfliege. Und die sind doch nicht so laut.

Aber ich verstehe jetzt endlich, was meine Mutter meinte, als sie mir am Telefon sagte, sie freue sich trotz allem auf meinen Vater, wenn er nachhause komme. Und ich ahne jetzt auch, wie sie sich fühlt, seit er in der Kur ist.
2.12.06 22:06


Werbung


Wer bist Du?

Letzte Nacht hatte ich einen Alptraum. Er fing ganz harmlos an. Ein Herr von der Europ?ischen Zentralbank rief mich an, und meinte, wir m?ssten dringend einen Termin vereinbaren und uns ?ber meine Schulden unterhalten und er w?rde mir vorschlagen.... - dabei duzte er mich, weshalb ich mir sofort sicher war, dass er mich nicht meinen k?nnte ? und au?erdem, na gut, ich hab zwar chronisch Minus auf meinem Konto, aber das habe ich erstens nicht bei der Europ?ischen Zentralbank und zweitens bewege ich mich bis auf ein paar Euro immer im Rahmen meines Dispokredits. Also unterbrach ich den Herrn, und wies ihn darauf hin, dass er sich verw?hlt habe, wartete gar nicht erst seine Reaktion ab, sondern legte einfach auf. Kaum hatte ich den H?rer aufgelegt, klingelte es wieder. Diesmal war es eine Dame vom Fl?chtlingsrat der Vereinten Nationen: ?H?r mal, wenn Du Dich nicht bald mal in Deiner Asylpolitik konsequent an die Menschenrechtskonvention h?ltst, dann machen wir ne Riesen-Pressekampagne...? - gleiches Spiel: Ich sagte: ?Da haben Sie sich verw?hlt?, legte auf, und wieder klingelte das Telefon. Greenpeace. Ich wartete diesmal gar nicht ab, was mir die junge Stimme sagen wollte, sondern sagte nur noch schroff ?verw?hlt?, und zog den Telefonstecker aus der Dose.

Prompt klingelt's an der Haust?r. Entnervt mache ich auf. Vor der T?r steht eine l?chelnde Frau, Mitte 50 sch?tzungsweise. ?He, gut dass ich Dich endlich mal erwische ? warum hast Du nie auf unsere Einladungsschreiben zum Abi-Treffen reagiert??. Unn?tig zu sagen, dass ich die Frau nie in meinem Leben gesehen hatte... ?Wer sind Sie??, frage ich sie. Darauf sie: ?Na, ich bin Deutschland. Du doch auch ? und wenn Du Deutschland bist, dann bist Du auch Alice Schwarzer - da steht's.? Sie h?lt mir eine Anzeige im Spiegel vor die Nase. "Und wenn Du Alice bist, dann hab ich die letzten drei Schuljahre neben Dir gesessen und...?
Gl?cklicherweise klingelte genau an dieser Stelle mal was ganz anderes, n?mlich mein Wecker. Doch wie ich kurze Zeit sp?ter feststellte, hatte mein Alptraum einen wahren Kern. Es gibt tats?chlich eine Werbkampagne, in der alle m?glichen toten und lebendigen Prominente Deutschlands mich frech duzen und behaupten ich sei Deutschland. Und zugleich soll ich Xavier Naidoo sein, Michael Schumacher und Alice Schwarzer. Ja, wollen die, dass ich schizophren werde oder was?
28.9.05 21:55


meine botschaft an die nachbarn

ich wohne in einem sehr hellh?rigen haus. tags?ber werden die ger?usche aus den nachbarwohnungen ganz gut vom stra?enl?rm ?bert?nt, aber am abend h?r ich schon mal herrn p von links nebenan niesen oder kann die traumschiff-dialoge verstehen, die frau h.s fernseher von rechts nebenan von sich gibt. sonntagvormittag, wenn die stra?e ruhig ist und ich mir nur ein klein wenig m?he gebe, wei? ich, was frau h. mit ihrem sohn und ihren enkeln ?ber die schwiegertochter l?stert.

weil das alles so ist und weil ich ja ein r?cksichtsvoller mensch bin, h?re ich abends meist nur ?ber kopfh?rer musik, manchmal schau ich auch dvds an und st?psel mir die filmger?usche direkt in die ohren. meine nachbran bekommen also sehr wenig ger?usche von mir mit. ziemlich oft telefoniere ich abends aber auch. da ich gemeinsam mit freundin e. vor vielen jahren zum ersten mal meine r?lps-hemmung ?berwunden habe, haben wir es uns zur gewohnheit gemacht, unsere telefonate mit lauten r?lpsern zu beenden. wenn wir sehr guter dinge sind, r?lpsen wir auch mehrmals w?hrend eines gespr?chs, das durchschnittlich eine stunde dauert. als wir heute abend telefonierten, waren wir beide ganz gut drauf, obwohl ich noch immer etwas geschw?cht vom darmvirus bin. der war dann auch thema, als mein bruder aus mexiko anrief. die verbindung war nicht gut, und er fragte mehrmals nach, was mir denn fehle. nachdem weder der darmvirus noch die darmgrippe noch die diarrhoe akkustisch bei ihm angekommen war, br?llte ich ins telefon: "schei?erei!", und dabei entwischte mir noch ein r?lpser.
er verstand.
meine nachbarn sicher auch.
25.8.05 22:17


so jetzt ist der artikel freigegeben - also beide teile hier, brandaktuell:

Steht Europa eine Pest-Epidemie bevor? - Teil 1

Zwei F?lle der linken Ellenbogen-Beulenpest in Deutschland und den Niederlanden/ ?bertragungsweg unklar/ EU-Gesundheitsminister warnen vor Internetnutzung

Berlin, Amsterdam, Wien (dba). Nahezu zeitgleich meldeten die nationalen Gesundheitsbeh?rden in den Niederlanden und in Deutschland gestern zwei F?lle der linken Ellenbogen-Beulenpest (LEB). Die gef?hrliche und hochansteckende Krankheit wird durch einen der gemeinen Beulenpest verwandten Erreger ausgel?st. Beide Krankheiten galten in Europa l?ngst als ausgerottet, weshalb weder Impfstoffe noch Medikamente in ausreichendem Ma?e zur Verf?gung stehen. "Sollte es in den n?chsten Tagen zu weiteren F?llen von LEB kommen, dann m?ssen wir gro?e Mengen an Vakzinen aus Dritt-Welt-L?ndern beschaffen und unverz?glich mit der Durchimpfung der europ?ischen Bev?lkerung beginnen, um eine epidemische Ausbreitung zu verhindern", sagte Prof. Stefan Sorglos, der Sprecher des Robert-Koch-Institus in einer eilig einberufenen Pressekonferenz letzte Nacht in Berlin.

Sorgen bereitet den Gesundheitsexperten insbesondere, dass der ?bertragungsweg des LEB-Erregers r?tselhaft bleibt. "Wir konnten bisher lediglich Mutma?ungen anstellen", so Sorglos. "Und die m?ssen wir den Berichten des letzten Ausbruchs der LEB aus dem Mittelalter entnehmen." In den mittelalterlichen Berichten werden Postboten beschuldigt, Briefe vergiftet zu haben, weshalb die LEB lange Zeit auch als "Post-Pest" bezeichnet wurde. Daraus schlie?en Mediziner, dass die Erreger nicht durch direkten Kontakt ?bertragen werden, sondern eines Kommunikationsmediums bed?rfen.

Nach Aussagen des niederl?ndischen Gesundheitsministers Hans Hoogervorst werde derzeit die M?glichkeit der Ansteckung via Internet und E-mails diskutiert. Der Erreger habe sich wahrscheinlich an die modernen Kommunikationsgewohnheiten angepasst. Es k?nne kein Zufall sein, so Hoogervorst, dass die erkrankten Frauen im holl?ndischen Friesland und in Berlin sich kannten. Beide h?tten sich zwar seit Sylvester nicht mehr gesehen, jedoch regelm??igen Kontakt ?ber e-Mails und Telefon gepflegt. Die EU-Gesundheitsminister warnen daher vor der Nutzung des Internets und fordern Patienten dringend dazu auf, direkt in die Arztpraxis zu gehen, und keinesfalls telefonisch Termine zu vereinbaren. Insbesondere gelte das f?r Patienten, die erste Anzeichen der LEB bei sich feststellen. Dazu z?hlen eine Schwellung des linken Ellenbogens, die meist erst dann bemerkt werde, wenn die typische Arbeitshaltung am Schreibtisch eingenommen werde, sowie M?digkeit, Konzentrationsschw?che, leichtes Fieber, stechende Kopfschmerzen und Appetit auf Schokolade. Das Heimt?ckische an der Krankheit sei, dass sich die Schwellung nach Schokoladenkonsum zun?chst wieder zur?ckbilde, um wenige Tage sp?ter umso st?rker und in Verbindung mit Eiterbildung wieder hervorzutreten.

Befragt zu ihrer Einsch?tzung der von den europ?ischen Gesundheitsministern vorgebrachten Vermutungen und Empfehlungen antwortete die deutsche Kollegin Ulla Schmidt: "Ich habe mich entschlossen, nun das Abitur nachzumachen, um diese kompletten Zusammenh?nge nachzuvollziehen und mich dazu mit der erf?rderlichen Kompromitenz ?u?ern zu k?nnen."

Steht Europa eine Pest-Epidemie bevor? - Teil 2

Parteipolitischer Streit um Ma?nahmen

J?rgen R?ttgers, der Kandidat der Opposition f?r die im Mai bevorstehenden Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen, erhebt schwere Vorw?rfe an die rotgr?ne Bundesregierung. Sie habe viel zu lange die freigiebige Vergabepraxis von Internetzug?ngen und E-mail-Adressen innerhalb der EU wie ?ber die Au?engrenzen der EU hinweg toleriert und so der Bildung krimineller LEB-Erreger-Schleuser-Netzwerke Vorschub geleistet. Nun sei es dringend geboten, diese internationalen Verbindungen streng zu ?berwachen und bei begr?ndetem Verdacht zu unterbinden. Auf diesen Vorwurf st?tzt die Fraktion der CDU/CSU im Bundestag einen Antrag auf ?nderung des Datenschutzgesetzes sowie des Post- und Fernmmeldegeheimnisses.

Dazu sagte der deutsche Innenmininster Otto Schily: "Die aktuellen M?glichkeiten sind mehr als ausreichend. Eine Gesetzes?nderung ist nicht n?tig. Wir sind sehr gut ?ber den Datenverkehr innerhalb Deutschlands und ?ber Deutschland hinaus im Bilde." Daher, so Schily, erw?ge die Bundesregierung derzeit eine zeitweise Abschaltung von Servern, auf denen sogenannte Weblogs eingerichtet sind - eine Art online-Tageb?cher mit Kommentarm?glichkeiten und hohem subversivem Potenzial. Dass ?ber diese Ma?nahme innerhalb der rotgr?nen Koalition ernsthaft nachgedacht werde, dementierte kurze Zeit sp?ter die Bundesvorsitzende der GR?NEN, Claudia Roth: "Ich finde das ?berhaupt nicht witzig." Als Betreiberin eines Hamster-Weblogs w?re sie selbst von einer solchen Ma?nahme betroffen und habe vorsichtshalber jetzt schon Mitgef?hl mit all den anderen WebloggerInnn sowie mit den in deutschen Haushalten oftmals nicht artgerecht gehaltenen Hamstern.

In den Streit zwischen Schily und Roth schaltete sich jetzt
Bundeskanzler Gerhard Schr?der ein: "Wir werden alles daran setzen, um diese Angelegenheit l?ckenlos aufzukl?ren. Bis dahin gilt die Pr?misse: Wer nichts wei?, der muss auch nichts machen."

Das us-amerikanische Unternehmen Microsoft arbeitet derweil mit Hochdruck an der Entwicklung einer Quarant?ne-Software. In Zusammenarbeit mit Immunologen sei dem Konzern eigenen Angaben zufolge der Nachweis gelungen, dass die LEB-Erreger nur 24 Stunden ohne Wirt ?berleben k?nnten. Er sei zuversichtlich, dass eine Software, die infizierte Daten f?r zwei Tage in Quarant?ne h?lt, eine LEB-Epidemie in Europa verhindern k?nne, sagte der Unternehmensleiter Bill Gates in einem Interview mit dieser Zeitung. Dazu m?ssten aber PCs weltweit mit dieser Software zwangsausgestattet werden. Und zudem, so Gates: "$$$$$$$$$$$$$$$$."

Aus ?sterreich meldete sich der Ex-FP?ler und Vorsitzende des neu gegr?ndeten "B?ndnis Zukunft ?sterreich" (BZ?), J?rg Haider, zu Wort. "Ich bin mir ganz sicher - hinter der Linken Ellenbogen-Beulenpest steckt die von Wien aus international operierende fundamentalisitische Untegrundbewegung um den Gegenpapst Commandantinus. Dieser Commandantinus ist schlimmer als die T?rken vor Wien. Wenn diese Bewegung nicht sofort ausgehoben und alle Anh?nger gefoltert, gehirngewaschen und dann des Landes verwiesen werden, dann steht ?sterreich eine verpestete Zukunft bevor." Der Sprecher des ?sterreichischen BKA, Franz Pistola, stuft diese Aussage Haiders als deutliches Anzeichen einer BSE-Erkrankung des K?rntner Extrempolitikers ein: "Das ist ein wahnsinniger Wichtigtuer. Es stimmt, dass da derzeit Eigenartiges im Gange ist im Wiener Untergrund, aber wir beobachten das und k?nnen mit Sicherheit sagen, das von dieser religi?sen Bewegung eine ganz andere Gefahr ausgeht. Ein Zusammenhang mit der LEB ist ausgeschlossen. Der J?rg sollte lieber mal seinen Tierarzt konsultieren." Sowohl die deutsche Schwesterorganisation, das BKA in Wiesbaden, als auch die Mediziner des Robert-Koch-Insituts stimmten auf Nachfrage dieser Zeitung der Einsch?tzung Pistolas zu. "Die derzeitige Panik ist v?llig unbegr?ndet", so Sorglos vom Robert-Koch-Institut. Er pl?diere daf?r, erst einmal abzuwarten, ob ?berhaupt weitere F?lle der LEB auftreten. Dann sei allerdings von Seiten der Beh?rden schnelles und koordiniertes Handeln gefragt sowie von Seiten der Verbraucher der sofortige, europaweite Verzicht auf Telefon, Internet und Schokoladenkonsum.
26.4.05 11:29


Steht Europa eine Pest-Epidemie bevor? - Teil 2

Parteipolitischer Streit um Ma?nahmen

J?rgen R?ttgers, der Kandidat der Opposition f?r die im Mai bevorstehenden Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen, erhebt schwere Vorw?rfe an die rotgr?ne Bundesregierung. Sie habe viel zu lange die freigiebige Vergabepraxis von Internetzug?ngen und E-mail-Adressen innerhalb der EU wie ?ber die Au?engrenzen der EU hinweg toleriert und so der Bildung krimineller LEB-Erreger-Schleuser-Netzwerke Vorschub geleistet. Nun sei es dringend geboten, diese internationalen Verbindungen streng zu ?berwachen und bei begr?ndetem Verdacht zu unterbinden. Auf diesen Vorwurf st?tzt die Fraktion der CDU/CSU im Bundestag einen Antrag auf ?nderung des Datenschutzgesetzes sowie des Post- und Fernmmeldegeheimnisses.

Dazu sagte der deutsche Innenmininster Otto Schily: "Die aktuellen M?glichkeiten sind mehr als ausreichend. Eine Gesetzes?nderung ist nicht n?tig. Wir sind sehr gut ?ber den Datenverkehr innerhalb Deutschlands und ?ber Deutschland hinaus im Bilde." Daher, so Schily, erw?ge die Bundesregierung derzeit eine zeitweise Abschaltung von Servern, auf denen sogenannte Weblogs eingerichtet sind - eine Art online-Tageb?cher mit Kommentarm?glichkeiten und hohem subversivem Potenzial. Dass ?ber diese Ma?nahme innerhalb der rotgr?nen Koalition ernsthaft nachgedacht werde, dementierte kurze Zeit sp?ter die Bundesvorsitzende der GR?NEN, Claudia Roth: "Ich finde das ?berhaupt nicht witzig." Als Betreiberin eines Hamster-Weblogs w?re sie selbst von einer solchen Ma?nahme betroffen und habe vorsichtshalber jetzt schon Mitgef?hl mit all den anderen WebloggerInnn sowie mit den in deutschen Haushalten oftmals nicht artgerecht gehaltenen Hamstern.

In den Streit zwischen Schily und Roth schaltete sich jetzt
Bundeskanzler Gerhard Schr?der ein: "Wir werden alles daran setzen, um diese Angelegenheit l?ckenlos aufzukl?ren. Bis dahin gilt die Pr?misse: Wer nichts wei?, der muss auch nichts machen."

Das us-amerikanische Unternehmen Microsoft arbeitet derweil mit Hochdruck an der Entwicklung einer Quarant?ne-Software. In Zusammenarbeit mit Immunologen sei dem Konzern eigenen Angaben zufolge der Nachweis gelungen, dass die LEB-Erreger nur 24 Stunden ohne Wirt ?berleben k?nnten. Er sei zuversichtlich, dass eine Software, die infizierte Daten f?r zwei Tage in Quarant?ne h?lt, eine LEB-Epidemie in Europa verhindern k?nne, sagte der Unternehmensleiter Bill Gates in einem Interview mit dieser Zeitung. Dazu m?ssten aber PCs weltweit mit dieser Software zwangsausgestattet werden. Und zudem, so Gates: "$$$$$$$$$$$$$$$$."

Aus ?sterreich meldete sich der Ex-FP?ler und Vorsitzende des neu gegr?ndeten "B?ndnis Zukunft ?sterreich" (BZ?), J?rg Haider, zu Wort. "Ich bin mir ganz sicher - hinter der Linken Ellenbogen-Beulenpest steckt die von Wien aus international operierende fundamentalisitische Untegrundbewegung um den Gegenpapst Commandantinus. Dieser Commandantinus ist schlimmer als die T?rken vor Wien. Wenn diese Bewegung nicht sofort ausgehoben und alle Anh?nger gefoltert, gehirngewaschen und dann des Landes verwiesen werden, dann steht ?sterreich eine verpestete Zukunft bevor." Der Sprecher des ?sterreichischen BKA, Franz Pistola, stuft diese Aussage Haiders als deutliches Anzeichen einer BSE-Erkrankung des K?rntner Extrempolitikers ein: "Das ist ein wahnsinniger Wichtigtuer. Es stimmt, dass da derzeit Eigenartiges im Gange ist im Wiener Untergrund, aber wir beobachten das und k?nnen mit Sicherheit sagen, das von dieser religi?sen Bewegung eine ganz andere Gefahr ausgeht. Ein Zusammenhang mit der LEB ist ausgeschlossen. Der J?rg sollte lieber mal seinen Tierarzt konsultieren." Sowohl die deutsche Schwesterorganisation, das BKA in Wiesbaden, als auch die Mediziner des Robert-Koch-Insituts stimmten auf Nachfrage dieser Zeitung der Einsch?tzung Pistolas zu. "Die derzeitige Panik ist v?llig unbegr?ndet", so Sorglos vom Robert-Koch-Institut. Er pl?diere daf?r, erst einmal abzuwarten, ob ?berhaupt weitere F?lle der LEB auftreten. Dann sei allerdings von Seiten der Beh?rden schnelles und koordiniertes Handeln gefragt sowie von Seiten der Verbraucher der sofortige, europaweite Verzicht auf Telefon, Internet und Schokoladenkonsum.

26.4.05 11:26





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung