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Die Geschichte vom UFO, Teil 2

(Text roh hierher kopiert.)

Zu schreiben über das Filzding stellt die Frage, wieviel ich von mir preisgeben möchte. (Besser als zu viel überlegen ist schreiben und dann einfach nicht alles veröffentlichen.) Starker Drang, zum Filzen wikipedia zu befragen. Wetten, dass wiki auf Beuys verweist? Hatte aber in Is Auto auf dem Weg in die Landeshauptstadt kein Internet und jetzt im Zug nach dickes B auch nicht.

Meine Mutter filzte im letzen Jahr für die gesamte Verwandschaft und Bekanntschaft Hausschuhe. Mein Liebster und ich sollten deshalb für unseren mehrtägigen Besuch -- Unterkunft in einer nahe der mütterlichen Wohnung gelegenen Ferienwohnung -- keine Hausschuhe mitbringen, hatte meine Mutter meinem Anrufbeantworter anvertraut. Wir freuten uns also am Tag nach unserer Ankunft im Ort meines Aufwachsens über die Produkte mütterlicher Zuneigung und Fingerfertigkeit. Am Tag nach unserer Ankunft deshalb: Meine Mutter war von einer Magen Darm-Grippe überrascht worden, hatte uns vor Ansteckung gewarnt und so hatten wir uns nicht von ihr am zweigleisigen Bahnhof abholen lassen, sondern waren zwanzig Minuten den mit Schneematsch bedeckten und Kieselsteinchen gestreuten, steilen Zickzack-Fußgängerweg nach oben gestapft,und wenigstens einer, mein Rollkoffer, hatte den Stresstest bestanden. Anfang März fast noch einen halben Meter Schnee, das kommt im Vorland der schwäbischen Alb auch auf 300 Meter über dem Meer selten vor. Ideale Umgebungsbedingungen, um mit meinem Liebsten ein Nest mit immerhin knapp zwei Kilometer Abstand von der mütterlichen Zuwendung zu beziehen. Das Nest: ein von mir sorgfältig nach Preis-Leistungsverhältnis ausgesuchter, "Souterrain" genannter, eiskaltr und wandschimmeliger Keller einer tüchtigen schwäbischen Ferienwohnungsvermieterfamilie.

Am zweiten Tag der Anruf von Mutter, es gehe ihr besser, wir können zum Brunch vorbeikommen. Verschnupft und entkräftet von einer feuchtkalten Nacht im "Souterrain", die unbekannte Geräusche auf dem Gitterrost über unseren Fenstern begleitet hatten (Einbrecher? Raubvögel? Investigation um halbfünf morgens: Sackkarren, die das mittwöchliche Anzeigenblatt aus dem über uns befindlichen Depot in einen Lieferwagen transportierten), wieder durch Schnee, diesmal nur mit Mitbringseln bepackt und nur sieben Minuten Fußweg.

Ich werde nicht über die Neurosen meiner Mutter schreiben. Abkürzung folgt.
1.1.12 18:57
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sofasophia / Website (13.1.12 18:15)
danke, liebe ff, für das grinsen, das du mir ins gesicht gezaubert hast.

abkürzung folgt? oha, schon wieder so ein cliffhanger ...

hm, diese methode des drauflosschreibens praktiziere ich auch oft. ist mir der rohtext dann zuuu persönlich, kopiere ich ihn erst mal ins tagebuch, wo ich ihn nach lust und laune für die öffentlichkeit zuschneiden kann. die muss ja nicht alles wissen.

beim lesen anderer texte denke ich oft: was da wohl noch alles dran und drinsteckt. im grunde gehts mich nichts an, aber ein bisschen neugier kann ich mir nicht verwehren. :-)

herzliche grüsse aus z
d.

(ps: dein spamfilter sagt, mein kommentar sei s-p-a-m, ich hab nun die zeilen ein bisschen umgebaut und versuche es erneut ... hoffe, es geht)

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