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Meine erste Nichtrauchergeschichte, 3. Teil

Schließlich packten die beiden Freunde etwas Proviant, Flickzeug und den Blasebalg ein – für alle Fälle! – und machten sich auf Richtung Meer. Die Igelfüße kitzelten die Luftmatratze auf ihrem Bauch – ja, längere Strecken, so hatte sie es zumindest früher gemacht, schwamm sie lieber auf dem Rücken und etwas langsamer, das kostete nicht so viel Energie. Es war ein sehr angenehmes Kitzeln. Der Igel wiederum fand den Bauch der Luftmatratze sehr angenehm. Angenehm prall und luftgefüllt. Außerdem machte der Bauch lustige Geräusche, wenn der Igel sich darauf bewegte. Und der Igel bewunderte, wie die Luftmatratze steuern konnte. Ein einziges Mal hatten sie eine Weile an einer seichten Stelle festgesessen, seitdem war die Reise ohne Zwischenfälle verlaufen. Dabei mussten sie immer mehr und immer größeren Schiffen ausweichen, je weiter sie sich ihrem Ziel näherten.

„Ui, Luftmatratze, das war aber knapp“, sagte der Igel dann. Aber das machte ja so Spaß! „Ui, wie schön, mit Dir auf den Wellen zu reiten!“, sagte der Igel dann auch. Und die Luftmatratze sagte: „Ja, Igel, wenn Dir das gefällt, dann warte erstmal, bis wir am Meer sind! Das Meer macht ganz andere Wellen als die, die Schiffe machen!“

Da war der Igel gespannt. Gespannt war er, aber er genoss die Spannung. Die Luftmatratze aber genoss einfach die Igelfüße auf ihrem Bauch, das Aufgepumptsein, und die Bewegung auf dem Wasser.

Vor einem Brückenpfeiler einer großen Brücke in einer großen Stadt mit einer riesigen Kirche machten sie Pause. Die Sonne senkte sich und machte im Wasser um sie herum ein rotes Glitzern „Steht Dir gut, das Rot im Wasser“, sagte der Igel zur Luftmatratze. Da schauten sie einander in die Augen und beide Herzen wurden schneller und der Igel trippelte vorsichtig vom Bauch auf die Brust der Luftmatratze. Die Luftmatratze hob ihren Kopf und drückte ihn an den Igel. Der Igel bekam noch eine viel stärkere Gänsehaut als damals, als die Igelin ihn richtig geküsst hatte. Er legte sich auf den Rücken, um seine Schnauze an das Gesicht der Luftmatratze zu drücken. Da wurde die Gänsehaut nur noch stärker und die Stacheln stellten sich noch stärker auf, im Sonnenuntergang und auf der Brust der Luftmatratze. Die Luftmatratze aber spürte keinen Schmerz.

+++ENDE+++
13.9.06 11:06
 


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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


unentwegt / Website (13.9.06 12:08)
seeehr gutes ende, hach!!

auf strandsteinen laufen und die luftmatratze und der igel spielen in den wellen ... jawoll, das wär's jetzt!

lg
u.


irgendlink / Website (14.9.06 00:52)
Ach, Hauptstadtethnologin, das rührt mich zutiefst.
Schreib! Deine Sorgfalt ist bewundernswert.
Vor allem: ganz ohne Kippe gemacht!
Liebe Grüße


Waffelmann / Website (18.9.06 10:20)
SCHÖNE GESCHICHTE!

Und ich weiß wie hart das Schreiben mit Nichtrauchen ist. War ja auch mein Konzentrations-Gift, das Nikotin.

Übrigens - wollten uns als Marke anmelden. Geht leider nicht. Probleme beim abstempeln. Fettige Mischhaut und da hält keine Stempelfarbe. Wie das mit dem Ablecken funktionieren würde, haben wir dann gar nimmer getestet.

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