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Meine erste Nichtrauchergeschichte, 2. Teil

Die Luftmatratze verdrehte die Augen und der Igel wusste, dass er nicht die falsche Frage gestellt, aber die falsche Reihenfolge gewählt hatte. Er dachte noch einmal nach, wurde ganz aufgeregt, während er nachdachte und fragte schließlich mit zitternder Stimme: „Du sagtest gerade ‚meine Freunde und ich’ – sagtest Du das? Und wenn Kai, das Krokodil und seine Freunde Deine Freunde waren, dann gehörtest Du auch zur Roten Zora und ihrer Bande?“ Und obwohl er nach Antworten gierte, konnte er seinen Frageschwall nicht aufhalten. Die Fragen schwallten weiter und schwallten und schwallten.

Der Luftmatratze gefielen die Fragen immer besser, je länger sie schwallten. Und bis die Fragen zu Ende geschwallt waren, hatte sie ein gar nicht müdes Lächeln auf ihrem sonst noch recht müden Gesicht. „Ich hatte es ja selbst fast vergessen, dass das meine eigenen Erlebnisse waren. Aber Du hast Recht – ja, genau so funktionierte es und wir schwammen viel besser als der Luftballon, den Du mal von Deinem Forschungszweig aus beobachtet hast, wie er vom Himmel in den Tümpel fiel und nicht unterging. Nur hat ein Luftballon kein Ventil und man kann ihn nicht beliebig oft wieder aufpumpen wie unsereins.“

„Aber Luftmatratze, wenn das so ist, warum pumpst Du Dich nicht mal wieder auf?“

Das Lächeln verschwand aus dem Gesicht der Luftmatratze. „Ach, wozu soll ich Luft haben. Es gibt hier doch nichts, worauf ich schwimmen könnte.“

Der Igel ließ nicht locker. „Aber, willst Du nicht einfach mal wieder fühlen wie es ist, aufgepumpt zu sein, einfach so?“ Und dann ging das Leuchten in den Igelaugen wieder los, und diesmal wurde es tatsächlich ein kleines bisschen heller im Schuppen. Der Igel erinnerte sich nämlich an etwas, das ihm der Uhu vor langer Zeit, lange noch bevor ihn die Igelin richtig geküsst hatte, einmal erzählt hatte. Und das brachte den Igel auf eine grandiose Idee, und die erzählte er jetzt der Luftmatratze.

Die Luftmatratze lachte. Aber es war ein trauriges Lachen. Nicht so eines, wie man es bei einer solch grandiosen Idee und einem heller gewordenen Schuppen erwartet hätte. „Igel, Du denkst doch nicht im Ernst, dass ich noch einmal schwimme, in meinem Alter? Und dann auf dem Blaubach? Lächerlich!“

„Erstmal auf dem Blaubach, ja.“, antwortete der Igel. „Aber dann...es stimmt doch, was der Uhu sagte, dass es vom Blaubach nur drei Flüsse sind bis zum Meer?“

Eines stimmte gewiss: der Igel gehörte eher zu der langsameren Sorte. Dumm aber war er nicht. Vor allem in Gefühlsdingen war er sehr gescheit. Er hatte es immer gefühlt, dass noch irgendetwas anderes hinter der Geschichte steckte. Der Geschichte von der Roten Zora und ihrer Bande und wie sie die See sicher machte. Dass es etwas mit der Luftmatratze selbst zu tun hatte. Der Igel war aber nicht nur nicht dumm, sondern er war auch unnachgiebig, wenn er von einer Sache überzeugt war. Und so willigte die Luftmatratze schließlich ein und ließ sich vom Igel aufpumpen. Mit dem Blasebalg, zu dem der Igel so lange „Wechselbalg“ sagte, bis die Luftmatratze ihm den Unterschied zwischen den beiden Balgenarten erklärt hatte.

„Jetzt leuchtet Dein Rot richtig“, sagte der Igel, nachdem er die Luftmatratze aufgeblasen hatte, und machte ihr einige sehr schmeichelhafte Komplimente, woraufhin sie noch etwas mehr leuchtete.

Fortsetzung folgt.
11.9.06 17:16
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Waffelmann / Website (11.9.06 22:16)
KÖSTLICH!!!!!!!

Um rasche Fortsetzung wird gebeten!


IngoS / Website (13.9.06 08:53)
sehr schön geschrieben, aber ich habe schon so ne ahnung, wie das weitergehen wird.
net schön, frau freihändig

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