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Meine erste Nichtrauchergeschichte, Teil 1

(vorweg: mit dem schreiben klappt es nicht mehr so gut, seit ich nicht mehr rauche. also jezt schon seit 9 monaten! ich will ja aber deshalb nicht wieder mit dem rauchen anfangen. aber mit dem schreiben will ich auch nicht aufhören! die hoffnung bleibt: die übung macht die nichtrauchergeschichten...)

„Erzählst Du mir noch einmal die Geschichte von der Roten Zora und ihrer Bande und wie sie den See sicher machten?“, fragte der Igel.

Die Luftmatratze seufzte. „Die See, mein Freund. Die See oder das Meer, wie Du willst, aber nicht der See. Mit Pfützen haben die sich nicht abgegeben damals.“

„Entschuldige“, entschuldigte sich der Igel, „du weißt doch, ich kenne mich mit größeren Gewässern nicht so aus. Den Tümpel am Ameisenbaum, den kenn ich gut. Da setze ich mich gern auf den abgeknickten Forschungszweig und beobachte die Kröten wie sie sich vermehren. Aber dort wohnen auch die Wasserspitzmäuse und die machen sich immer lustig über mich, weil ich nicht schwimmen kann. Sobald sie mich erspäht haben, mache ich mich von dannen, immer am Blaubach entlang und frage mich, wie es am andern Ufer wohl aussieht. Die Wasserspitzmäuse haben da einen ganz anderen Horizont, da haben sie ja Recht.“

„Pah!“, sagte die Luftmatratze. „Bäche und Tümpel! Wasserspitzmäuse! Wenn Du einmal an einer richtigen Küste warst, so richtig eben mit Ebbe und Flut und Möwen und Heringen, dann fragst Du Dich nicht mehr, was am andern Ufer ist. Die Küste hält Dich so in Atem, da verschwendest Du keinen Gedanken an etwas anderes.“

„Ja, das versteh’ ich“, gab der Igel zu verstehen. „Als die Igelin mich mal richtig küsste, verschlug es mir auch den Atem!“

„Die Küste, Igel, hat mit küssen nichts zu tun.“, wandt die Luftmatratze ein. „Auch wenn es schon hin und wieder vorkam, dass sich an der Küste welche küssten – davon durfte die Rote Zora und ihre Bande sich nicht ablenken lassen. Sie mussten auf die achten, die im Wasser waren.“

„Ohja, erzähl mir mehr von der Küste und der Roten Zora! Wie sie sich nicht ablenken ließ von den Küssen und von den Achtern im Meer!“

Fast wurde es im Schuppen ein wenig heller, so sehr leuchteten die Augen des Igels. „Von den Vierlings-Schwimmflügeln und Golo dem Delphin, den Schwimmringen Karla, Otto und Karlotta...und dem Krokodil – wie hieß es noch? Und wie sie die Surfer und Motorboote von den Kindern weggetrieben haben!“

Die Luftmatratze aber fühlte sich müde und leer. Schlaff und halb zusammengefaltet lag sie im staubigen Regal. Ihr Kopf baumelte vor dem Fahrradwerkzeug, das an der Wand hing. „Das hab ich Dir doch schon so oft erzählt, Du Stacheltier, und dennoch hast Du noch immer keine Vorstellung von der Küste und der See, und verstehst statt achten Achter.“

Der Igel blieb standhaft. „Das kommt daher, dass ich nur das verstehe, was ich selbst schon erlebt oder gesehen habe. Achter zum Beispiel, die habe ich bislang nur bei Fahrrädern gesehen. Und glaub mir, auf die versteh ich mich! Und wie man ein Loch im Schlauch flickt und dass es verschieden viele Gänge gibt ganz ohne Restaurant und deutsche und französische Ventile...Wie oft hab ich den Menschen schon beim Fahrradreparieren und Reifenaufpumpen zugeschaut und zugehört! Die deutschen sind simpler, die Ventile meine ich, als die französischen...Warum es allerdings Ventile verschiedener Nationalität gibt, das hab ich nie verstanden.“

Die Luftmatratze gähnte. „Das kann ich Dir auch nicht sagen. Meine Freunde und ich, wir hatten jedenfalls alle die gleiche Sorte Ventile, obwohl wir aus unterschiedlichen Ländern kamen. Das Krokodil, das hieß übrigens Kai, Kai zum Beispiel kam aus China.“

Der Igel dachte nach. Das dauerte eine Weile. Die Luftmatratze nutzte die Weile für ein Nickerchen und schnarchte erst leise, dann lauter. „Ob sich so das Meer anhörte?“, fragte sich der Igel und weckte die Luftmatratze, weil er sich die nächsten Fragen nicht auch noch selbst fragen wollte: „Aber wieso hatte das Krokodil ein Ventil, es ist doch geschwommen und nicht gefahren?“

fortsetzung folgt.
9.9.06 13:28
 


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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Gschropperl / Website (9.9.06 19:13)
Liebe Freihändige,
ich freu mich schon auf die Fortsetzung, die Geschichte ist wirklich putzig!
VIER sind meiner Meinung nach demnächst in der Pfanne, weil einen der (meiner Meinung nach) insgesamt fünf behalte ich und warte auf die Kündigung des Schrebergartenvereins
Aber meine liebe Kollegin, die am 21. September kommt, um dem Waffelman zu zeigen, wie man dem Brathuhn AU! macht, hat mir schon angedroht, dass sie meistens selber so viel heult beim Schlachten, dass sie Angst hat, sich selber zu schneiden, weil sie alles nur noch verschwommen sieht.
Wird eine sehr verwässerte Geschichte werden.
Möglicherweise mit anschließender Konvertierung zum Vegetarismus.

Aber es gibt auch eine gute Nachricht: die Baby-Artischocke hat überlebt, sitzt praktischerweise im Frühbeet und wird dort, eingeglast, hoffentlich den Wien-ter überstehen!

Schauriges Busserl aus Wien
vom Gschropperl


unentwegt / Website (10.9.06 10:00)
uiiiiiiiiiiiiii!
bin auch gespannt auf die fortsetzung, jawoll!


irgendlink / Website (14.9.06 00:42)
Den Vorspann in Klammern kannst Du getrost weglassen. Klappt doch prima mit dem Schreiben - sag ich als Lesender.
Was das Nichtrauchen betrifft: Niewieder eine anrühren! Sie wäre, selbst nach Wochen, die Legitimation zur Nächsten.
Sei stark im Moment, das rentiert sich für die Zeit.

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