freihaendig

freihaendig



  Startseite
    kürzere geschichten
    längere kurzgeschichten
    gegurgelt
    irgendwas dazwischen
    infotainment
    lieblings- kommentare
    sonst so
  Archiv
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Sofasophien
   irgendlink
   unentwegt
   's gschropperl
   kunterbunter
   kokolores
   ama
   500beine
   oblabo
   IngoS
   bobs birnensalat
   bärenpost





http://myblog.de/freihaendig

Gratis bloggen bei
myblog.de





Heute mal Werbung

Esther Beutz ist Fotografin und schlägt sich mit einer schweren chronischen Krankheit herum. Um diese dreht sich ihr aktuelles Kunstprojekt. Wenn es gelingt, bis 31.10. 2010 insgesamt 100 Fans für das Projekt zu gewinnen, erhält Esther Beutz finanzielle Unterstützung.

Das Ganze funktioniert über eine Internetplattform, die auch für andere Menschen, die an förderungswürdigen Projekten arbeiten, interssant ist. Allerdings funktioniert es sonst, wenn ich es richtig verstanden habe, nur durch Geldgaben.

Jetzt aber zu DIESEM Projekt: Hier geht es jetzt bis 31.10.2010 (also übermorgen!) vor allem darum, 100 "Fans" zu gewinnen. Das gibt dann, wenn ich es richtig verstanden habe, den Startschuss für einen ungenannten Förderer, Geld in das Projekt zu stecken. Als Fan muss man kein Geld geben, sondern sich lediglich registrieren. Das Registrieren als Fan ist kostenfrei und ist nicht mit einer Spendenbereitschaft verbunden. Auf der Projektseite erscheint, je nach Wunsch, ein Pseudonym (Benutzernmane) oder Euer tatsächlicher Name.

Und hier geht's zum Projekt.

P.S.: Ich kenne die Künstlerin nicht und hörte auch von "startnext" zum ersten Mal. Infos habe ich von einer gewissenhaften Quelle, aber natürlich übernehme ich keine Verantwortung für dieses Ding.

EDIT 30.10.2010: Ich habe HIER noch eine Erläuterung auf www.startnext.de gefunden zu der "100-Fans"-Aktion:
1. ist die Frist bis zum 11.11. verlängert worden
2. das Startgeld von 1000 Euro sponsert Startnext selbst
3. die Aktion ist nicht leicht zu verstehen und bekommt daher von mir einen Punktabzug
4. Aber es ist tatsächlich kostenlos, Fan zu werden und man braucht KEINEN Facebook-Account.
5. Die Registrierung selbst ist nicht kompliziert. Habe ich auch gemacht -- verrate aber nicht, wie ich heiße...
29.10.10 18:06


Werbung


Zeit der Entscheidungen

Zu viel geschieht, zu viel Vorhaben brennen unter den Nägeln, als dass es für in Worte gefasste Splitter reichte. Dafür abstrakt zusammengefasst: Zeit der Entscheidungen. Was ist möglich? Faktoren: A: Gesundheit (überwiegend: Krankheit) - B: momentane materielle Existenzsicherung (Knete/ Moos kommen zurzeit von Dingen, die Energie kosten, mich aber nicht "weiterbringen") - C: Arbeit an möglicher zukünftiger materieller Existenzsicherung (interessanter als B, aber sehr unsicher und auch sehr energieraubend) - D: Zweisamkeit (möcht ich nimmr missen; will auch gepflegt sein) - C: Träume - D: Sehnsüchte - E: Wünsche. Dank erster drei Faktoren geh ich auf dem Zahnfleisch. Aber könnte ich nicht einfach alles, was mit Karriere zu tun hat, mit dem Wunsch, Dinge zu bewegen, Denk-Inputs zu geben und davon leben zu können, aufgeben, und mit dem Rest glücklich sein? Könnte ich das?

Danke an Sophasophia und Irgendlink fürs Hierlesen. Große Freude! Es wird auch hier weitergehen -- sporadisch.
Gäbe vielleicht auch was her, einmal über das Wort "sporadisch" zu schreiben.

Jetzt werde ich erstmal eine große AUSNAHMEVERLINKUNG starten. Die Links hier links sind ja sämtlich auf dem Stand vom letzten Jahrzehnt, und bleiben's auch. Aus Gründen meines Archivierungs-Ticks. Aber als große Ausnahmeverlinkung werd ich jetzt, JETZT, in DIESEM Augenblick, einmalig eine Bloggerin hinzufügen, und diese ist: SOFASOPHIA.

Auf Wiederlesen sagt:
Frau Freihändig
1.10.10 13:14


Pin und Crazy Amsel

Da wäre noch die Sache mit Pin und Crazy Amsel. Pin war eine Pappel, die im Hinterhof wuchs, schlank und zart bis zu meinem Schlafzimmerfenster im dritten Stock. Wenn wir nicht schlafen konnten oder wollten, beobachteten wir gemeinsam die Schatten, die Zweige und Blätter an die Zimmerdecke warfen. Und wie der Wind sie bewegte, die Schatten. Bei starkem Wind wurden wir vom Peitschen der Zweige ans Fenster geweckt. Lauschten kurz und schliefen wieder ein. "Pin" hatte S. den Baum genannt.
Crazy Amsel war eine Amsel. Auch sie lebte im Hinterhof, Jahre, nachdem Pin das Zeitliche gesegnet hatte. Eines Tages stand nur noch eine abgesägte Wurzel im Hinterhof.

Crazy Amsel pickte unter Sträuchern und Büschen nach Regenwürmern und flog von Dachziegel zu Dachziegel und Fensterbank zu Fensterbank und piepste und piepste. Crazy Amsel hatte ich den Vogel getauft. Er piepste ein schrilles und stundenlanges Staccato. Anfangs hielt ich Crazy Amsel für einen Wecker. Nicht, dass ich Crazy Amsel sonderlich mochte. Anders als S., der sich immer freute, sie zu hören. Stundenslang hielt Crazy Amsel mich nachts wach, während S. fest schlief. Seit Wochen ist Crazy Amsel verschwunden.
21.8.10 17:34


zugespamt (reimt nicht auf establishment)

Entschied, dies hier wie einen verwilderten Garten zu behalten. Ich und andere besuchen ihn vielleicht ab und an. Spams lasse ich wie Unkraut, das es ja bekanntlich gar nicht gibt, stehen. Ebenso die nicht mehr aktuellen Blog-Links.

Hin und wieder lasse ich einige erlebte und gedachte Fragmente hier.

Vorige Woche: Altes Paar im U-Bahnhof ohne Fahrstuhl. Frau trägt Rollator des Mannes die Treppen herunter. Löst Fahrschein am Automaten. (Ich löse am Automaten gegenüber eine Monatskarte, deshalb höre ich erst nur, sehe nicht). Mann ruft: "Pass auf!" Frau schreit. Mann schreit. Fantasie: Jemand ist vom Bahnsteig auf die Gleise gefallen. Ich gehe hin. Auf den Gleisen liegt der Rollator, kein Mensch. Dramatisch genug. Gehstock und eine große Papprolle hängen am liegenden Rollator. Nächster Zug in 5 Minuten. Verzweiflets Ohjeohje. Junger, kein Deutsch verstehender, athletischer Mensch springt herunter und reicht den Rollator hoch. S. nimmt ihn entgegen. Dankbarkeit der Frau ist groß, aber kleiner als ihre Verzweiflung über ihre Unachtsamkeit. Hört nicht auf zu weinen.

Gestern. Ich immer noch sehr mitgenommen von erneuter Krankheitsverschlimmerung. Arbeite dennoch, brauche das Geld ebenso sehr wie ein Resultat, etwas zum Abschluss bringen bis Ende des Monats. Versüßung gönne ich mir: Schneie kurz vorbei bei U.s Geburtstagsreinfeiergedöns. Das ist nett, vor allem für mich, die ich mich neben dem Wiedersehen mit U. über den Regen freue. Gutes Gefühl, U. zu sehen und die sie feiern. Unterhalte mich über Haareschneiden und Online-Umfragen. Bin nach zwei Stunden nich weniger schwach als zuvor, habe aber lecker Linsengericht intus, und gehe sehr müde und trotz Alkoholverzicht schwankend nachhause. Mache noch Quatsch mit S, dem Tollen, per Telefon, und ab ins Bett.
14.8.10 18:27


Zeit für eine Blog-Reaktivierung? Neues Blog? Ein Blick zurück, ein Blick nach vorn?

Irgendlink hat mich angeschrieben. Eine Geschichte meines von mir beinah vergessenen Blogs hält er für würdig, in die Blogbibliothek einzugehen. Aus diesem Anlass, lieber Irgendlink, hole ich hier noch einen andere Geschichtenanfang aus meinem Blog-Archiv und bedanke mich artig bei Myblog, dass "frau freihändig" trotz langer Inaktivität noch immer existiert. Und ganz herzlichen Dank an Irgendlink, dass er mich an dieses Teil von mir, frau freihändig, erinnert hat.

Die Geschichte sollte davon handeln, was mich dazu bewog, mich unter die Bloggenden zu mischen. Schon eine Weile hatte ich das Online-Tagebuch des Blog-Pioniers Irgendlink verfolgt. Doch der Anlass, selbst zu bloggen, war dann ein ganz anderer. Ich war in einen Mann verschossen, den ich über ein medizinisches Internet-Forum kennen gelernt hatte, und der heftigst mit mir flirtete (an dieser Stelle wäre zu rekonstruieren, wer mit dem Flirten angefangen hat). Den Flirt wollte ich gern an anderer Stelle als in einem Medizin-Forum weiterführen. Ein Blog mit Pseudonym schien mir bestens geeignet. Kaum jedoch hatte ich meinen ersten Blog-Text zu Testzwecken verfasst -- nichts als die Frage "Na, ob das was wird?" --, da hatte ich auch schon den ersten Kommentar. Von der Blog-Legende El Commandante. Am zweiten Tag bloggte ich etwas ähnlich Belangloses, und gleich kommentierte neben Irgendlink und einer Freundin der nächste mir bislang nur als Kommentator bei Irgendlink bekannte Blogger-Star: 500beine . Schon war ich mittendrin im Bloggeschäft. Meinen Flirt führte ich per neu eröffnetem E-Mail-Konto weiter -- er fand nie den Weg in mein Blog. Das Blog aber war nun zum Bloggen da. Und Netzwerke spannen sich da plötzlich. Und veränderten sich. Ich veränderte mich auch und blieb doch ich.

Bald schon rang ich damit, inwieweit ich mich outen möchte in meinem Blog. Ob es ein geeignter Ort wäre, auch über meine Krankheit zu schreiben, auf diese nicht ganz seltene, aber vor Jahren noch kaum bekannte, sehr einschränkende und praktisch nicht zu behandelnde, lediglich zu "managende" Krankheit aufmerksam machen? Darüber aufklären? Wen würde das tatsächlich interessieren? Und wie darüber schreiben, ohne meine Mitleserinnen und Mitleser vor den Kopf zu stoßen? Wie darüber schreiben, ohne nur Schwere zu transportieren, zugleich aber mit Humor und Leichtigkeit nicht die Krankheit verharmlosen? Ich scheiterte.

Jetzt überlge ich, angestupst von Irgendlink, ob ich es wieder reaktiviere, das Blog. Oder ob ich ein neues anfange? Ich habe eigentlich gar keine Zeit mehr zum Bloggen.

Und mir gefällt auch der Geschichtenanfang heute nicht mehr. Hab ich mich damals doch glatt um einige Jahre älter gemacht! Und der Name "Babette" gefällt mir auch nicht. Doch versprochen ist versprochen. Bevor es losgeht, einen herzlichen Gruß in die Runde. Ich hab Euch alle nicht vergessen. Mir bleibt einfach durch meine Krankheit wenig Raum. Aber genug, um wenigstens ein kleines bisschen zu arbeiten und vor allem auch genug, um das Leben zu genießen, und das tu ich seit nunmehr über drei Jahren mit dem wunderbarsten Mann an meiner Seite. Ab und zu lese ich auch noch immer in denjenigen Blogs, die es noch gibt. Vielleicht wäre es ein Kompromiss, wenigstens wieder zu Kommentieren und mein Blog einfach als Archiv zu konservieren?

Doch jetzt der Anfang vom Scheitern:

neulich hat sich wieder irgend ein wichtiger kritiker darüber beschwert, junge autoren brächten immer so viel autobiographisches mit in ihr schreiben. das sei schlecht. nun, dazu kann ich stehen, auch wenn ich so jung nicht mehr bin und noch nichtmal romanautorin. liebe leserinnen und leser, ich sage es gleich vorweg, ich schreibe nicht für euch. ich schreibe nur, weil diese geschichte geschrieben weden will. und ich möchte nicht, dass die geschichte traurig wird. also schreibe ich sie auf. hier.

wie es kam, dass es nichts wurde.

den anfang hat sich die geschichte so vorgestellt:

babette war vor kurzem im krankenhaus. nichts schlimmes. ihr herz hatte immer wieder gerast, der reinste techno-sound, aber die ärzte hatten dafür nie einen grund finden können. und da babette schon seit ihrer kindheit einige medizinische merkwürdigkeiten aufzuweisen hatte, war das herzrasen ärztlicherseits unter die anderen abnormalitäten subsumiert worden. wegen dieser abnormalitäten wurde sie aber regelmäßig medizinisch durchgecheckt und dabei hatte ein arzt, kurz vor babettes 40. geburtstag, einen erklärung finden können für den techno-beat ihres herzens. drei tage nur hatte sie deshalb ins krankenhaus gemusst. da war sie mittels herzkatheter von ihrem leiden befreit worden. zumindest von dem einen.


Ach was, ich verlinke hier lieber meine beiden Lieblings-Texte von frau freihändig,
das ist dieser:Dichtermissbrauch (Dieser Link liefert zugleich die Recycle-Spur des Textleins in ein sehr geschätztes Text-Forum.)

und dieser:
Die Verwandlung

Salut und gehabt Euch wohl!
5.7.10 23:56


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung